„Der Berg ganz nah“: U-Theatre aus Taiwan lädt zu einer einmaligen, intimen Begegnung ins Stromwerk Dresden.
Nur zwei Monate nach dem viel beachteten Festival „Taiwan Moves“ in HELLERAU setzt Dresden sein kulturelles Kapitel mit Taiwan fort: Am Mittwoch, 19. August 2026, präsentiert das international renommierte taiwanesische Ensemble U-Theatre (優人神鼓) im Stromwerk – Kulturarena Kraftwerk Mitte eine eigens für Dresden konzipierte, außergewöhnlich intime Fassung seines Bergwerks: „Der Berg ganz nah“.
U-Theatre wurde 1988 von Liu Ruo-Yu auf dem Laochuan-Berg bei Taipeh gegründet und 1993 durch Trommelmeister Huang Chih-Chun geprägt, der Meditation, Tai-Chi-Chuan und traditionelle Kampfkunst mit Perkussion, Musik und Tanz verschmolz. Die Compagnie lebt und probt bis heute klösterlich zurückgezogen in den Bergen von Taipeh und gilt als eine der bedeutendsten Theater- und Perkussionsgruppen Asiens, mit Auftritten unter anderem beim Festival d’Avignon und im Musée du Quai Branly in Paris.
Über „Der Berg ganz nah“: In dieser besonderen, eigens für Dresden entwickelten Fassung rückt das Publikum ungewöhnlich nah an die Trommler und Tänzer heran. Die ersten sechs Stuhlreihen weichen einer offenen Fläche, auf der sich Perkussion, Tanz und meditative Bewegung unmittelbar vor den Augen des Publikums entfalten – ein Format, das die Konzentration einer klassischen Vorstellung mit dem unmittelbaren, fast greifbaren Charakter einer offenen Probe verbindet. Im Zentrum steht weiterhin die poetische Hommage an den Berg Laoquan, die langjährige spirituelle Heimat und Trainingsstätte von U-Theatre, mit den traditionellen Instrumenten Xiao, Erhu, Sheng, Yangqin, Cello und Flöte im Zusammenspiel mit Trommeln und Gongs.
Ein Kapitel der wachsenden Verbindung zwischen Sachsen und Taiwan: Der Auftritt in Dresden reiht sich ein in eine Serie kultureller Begegnungen zwischen Sachsen und Taiwan, von der Gründung der Sächsisch-Taiwanesischen Gesellschaft (STAGE e.V.) 2024 bis zum mehrtägigen Festival „Taiwan Moves“ im Juni 2026 in HELLERAU, das von Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch eröffnet wurde.
„Wir wollten dem Dresdner Publikum keine verkleinerte Version einer großen Produktion zeigen, sondern eine ganz eigene, besonders nahe Begegnung mit U-Theatre ermöglichen, daher auch der neue Name“, sagt Rob van den Bos, künstlerischer Produzent bei EPPAX und europäischer Vertreter von U-Theatre. „Um dieses besondere Format einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen, haben wir den Eintrittspreis bewusst niedrig angesetzt.“
Die Veranstaltung ist bestuhlt.
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